Nachwuchstalente glänzen bei den U20-Deutschen Meisterschaften
Das Lohrheide-Stadion in Bochum-Wattenscheidt scheint ein hervorragendes Pflaster für die Nachwuchstalente des TSV Marktoberdorf zu sein. Nach der Ausbeute von zwei Medaillen aus 2025 für Lena Rossmanith - Silber über 2000m Hindernis - und Isabel Bormann – Bronze über 200m, holten wiederum Lena Rossmanith sowie Amir Bilal Chaib Cuti ingesamt drei DM-Medaillen in allen Farben. Das Beste daran : beide Athleten lösten zugleich auch das Ticket für die U20-WM , die vom 05.-09.08. in Eugene, USA stattfindet.
Ein Wermutstropfen : Isabel Bormann konnte verletzungsbedingt nicht an den Start gehen. Auch sie hätte mit zwei WM-Normen über 100m und 200m die Chance auf ein WM-Ticket gehabt.
Den Anfang machte am ersten Wettkampftag die siebzehnjährige Lena Rossmanith. Letztendlich ging sie als Favoritin an den Start, hatte sie als einzige U20-Athletin schon die WM-Norm von 10:26,00 min unterboten.
Éinige Konkurentinnen hatten jedoch die WM-Norm noch als Ziel, so dass das Rennen schnell angegangen wurde. Lena hielt sich etwa die Hälfte des Rennens hinter der Vorjahreszweiten Hannah Lösel aus Frankfurt auf, die zuerst das Tempo machte. Als Lena nach einer technisch sehr guten Hindernisüberquerung vorne lag, nahm sie das Tempo in die Hand und löste sich schnell vom Feld. Den letzten Kilometer legte Lena mit großem Abstand vor der Konkurrenz in schnellen 3:16 min zurück. Damit holte sie sich mit der tollen neuen Bestzeit von 10:13,23 min überlegen ihren ersten Deutschen Meistertitel. Die WM-Norm hatte Lena somit ein weiteres Mal unterboten, so dass das WM-Ticket nun sicher war.
Ihre Vereinskollege Amir Bilal Chaib Cuti, ebenfalls noch 17 Jahre alt, hatte zwar noch kein WM-Norm, hatte aber mit der bisher viertschnellsten in Deutschland gelaufenen Zeit große Aussichten auf einen Platz in der 4x400m Staffel. Für Amir waren es die ersten Deutschen Meisterschaften, hatte er erst vor kurzem seine Einbürgerung hinter sich gebracht. Hochmotiviert und hochkonzentriert ging Amir an den Start des ersten Vorlaufs. Sehr souverän gestaltete er sein Rennen, der erste Platz war nie in Gefahr. So konnte Amir noch ein paar Körner für den Endlauf am nächsten Tag aufsparen. Hier durfteAmir auf seiner Lieblingsbahn 4 an den Start gehen. Der Start gelang fulminant und nach 200 m war der Rennausgang noch offen. Tjark Schult aus Flensburg, der als einziger die WM-Norm geschafft hatte, setzte sich dann unwiederstehlich vom Feld ab, Amir kam auf Platz drei hinter Tjark Schult sowie Michal Fatyga, beide dem älteren Jahrgang 07 angehörend, auf die Zielgerade. Amir mobilisierte alles und holte sich den Vizetitel. Aufgrund des deutlichen Leistungssprungs – er pulversisierte seine Bestleistung um 52 Hundertstel - auf 47,48 sec – nur 8 Hundertsel über der WM-Norm – wurde auch Amir direkt nach seinem Lauf für die 4x400m für die WM nominiert.
Lena Rossmanith wollte bei ihrem Start über 3000 m, genau 24 h nach ihrem Deutschen Meistertitel bei guter Konkurrenz die Chance auf eine neue persönliche Bestleistung nutzen. Sie hielt sich von Anfang an in der Verfolgergruppe der unangefochten an der Spitze laufenden Gloria Herold, Race Erfurt und Julia Ehrle, LG farbtex Norschwarzwald auf, beide schon mehrfache nationale und internationale Titelträgerinnen. Aber die Verfolgergruppe wurde nach und nach immer schneller und am Ende waren es nur noch Pauline Kleesiek (Kassel) sowie Lena Rossmanith, die um den dritten Podiumsplatz rannten. Hier hatte Lena am Ende den schnelleren Endspurt und holte sich völlig überaschend ihre zweite U20-DM-Medaille. Sie pulverisierte ihre Bestzeit um 22 Sekunden auf sehr gute 9:39,39 min min. Mit dieser Zeit liegt sie nun auf Platz vier der Deutschen Bestenliste.
Für die beiden geht es nun am 28.07. mit dem Zug nach Frankfurt und von dort am nächsten Tag mit dem Flugzeug nach Seattle bzw. Ins Pre-Camp an der Western Oregon University. Ihren ersten Einsatz bekommt Lena gleich am ersten Wettkampftag, dem 5.8.2026. Amir wird am 4. Wettkampftag mit der Staffel eingreifen.









Die Mannschaften des TSV Marktoberdorf Sparte Volleyball vergleichen sich in sportlichem Wettkampf immer wieder mit Vereinen im Umland. 